Einfacher Dämmerungsschalter

Schaltbild des Dämmerungsschalters
Schaltbild des Dämmerungsschalters

Dieser Dämmerungsschalter schaltet einen elektrischen Verbraucher ein, sobald eine bestimmte Helligkeit unterschritten wird. Mit dieser Schaltung kann beispielsweise eine Beleuchtung eingeschaltet werden, wenn es dunkel wird. Als Helligkeitssensor dient ein LDR, also ein lichtempfindlicher Widerstand. Die beiden Transistoren T1 und T2 bilden in dieser Schaltung einen sogenannten Schmitt-Trigger. Dies ist eine Schaltung, die beim Über- oder Unterschreiten eines bestimmten Wertes (in diesem Falle eines Helligkeitswertes und damit eines Widerstandswertes des LDR1) seinen Schaltzustand abrupt ändert. Schmitt-Trigger werden in der Elektronik sehr häufig eingesetzt.

 

Der LDR bzw. Fotowiderstand ändert seinen Widerstandswert abhängig von der Beleuchtung. Je schwächer der Lichteinfall ist, desto mehr steigt sein Widerstandswert. Bei schwacher Beleuchtung beträgt der Widerstand bereits deutlich mehr als 1000 Kiloohm. In diesem Falle steuert der Schmitt-Trigger, bestehend aus T1 und T2, den dritten Transistor T3 an, die wiederum das Relais schaltet und damit einen elektrischen Verbraucher aktiviert. Die Basis von T1 wird über den Widerstand R1 angesteuert und schaltet den Transistor durch. Über die sogenannte Mitkopplung wird auch T2 geschaltet. Die Mitkopplung wird durch den gemeinsamen Emitterwiderstand R5 erreicht. Durch diesen Widerstand unterscheidet sich die Schaltung auch von einem herkömmlichen Analogverstärker.

 

Zusätzlich zum Widerstand R1 kann ein Potentiometer (z. B. 47 Kiloohm) eingesetzt werden, mit dessen Hilfe sich die Helligkeitsschwelle einstellen lässt, bei der die Schaltung den angeschlossenen Verbraucher aktiviert. Das Poti wird in Reihe mit R1 geschaltet. Der Schleifkontakt des Potis wird dazu mit der Betriebsspannung verbunden, während die Widerstandsbahn in Reihe mit R1 geschaltet wird. Dadurch kann niemals die volle Betriebsspannung an den LDR gelangen. Der Widerstandswert von R1 kann dann verringert werden (z. B. 47 Kiloohm).

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Aufbau des Dämmerungsschalters auf einem Steckboard
Aufbau des Dämmerungsschalters auf einem Steckboard

Der Aufbau der Schaltung auf einem Steckboard ist schnell erledigt und lädt zum Experimentieren ein. Durch das Ändern des Widerstandswertes von R1 lässt sich die Empfindlichkeit der Schaltung einstellen. Außerdem ist es möglich, statt des LDRs einen temperaturempfindlichen Widerstand zu verwenden. In diesem Falle ließe sich die Schaltung sehr gut als Temperaturschalter einsetzen, mit dem sich beispielsweise ein Lüfter steuern lässt. Der Eingang des Relais lässt sich natürlich auch mit einer externen Spannung verbinden. Soll beispielsweise eine Wechselspannung geschaltet werden, so ist dies mit einem entsprechenden Relais problemlos möglich. Es muss natürlich darauf geachtet werden, dass die Wechselspannung nicht mit dem restlichen Teil der Schaltung in Verbindung kommt. Außerdem sind die gängigen Sicherheitshinweise zu beachten, soll mit dem Relais eine höhere Wechselspannung geschaltet werden.

Nachtrag: Betrieb der Schaltung an 6V und Einstellung der Empfindlichkeit

 

Die Schaltung kann auch an 6 Volt betrieben werden, wenn einige Bauteilewerte verändert werden. Natürlich muss ein Relais mit einer Spule für 6 Volt Betriebsspannung verwendet werden. Mit dem zusätzlichen Poti kann zudem die Empfindlichkeit der Schaltung eingestellt werden. Nachfolgend sehen Sie das Schaltbild der modifizierten Schaltung für den Dämmerungsschalter.

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